ANORGANISCHE DÜNGUNG

By | Juni 20, 2017

ANORGANISCHE DÜNGUNG

Der wesentlichste Vorteil handelsüblicher Dünger ist die Möglichkeit genauester Dosierung nach Art und Menge und die sich hieraus ergebende Befriedigung der Ansprüche der Pflanze.

In Betracht kommen als Nährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kali (K), wobei N substanzbildend ist, P die Blütenbildung beeinflußt und K wesentlich die Entwicklung und Festigung der Blüten und Früchte bewirkt.

Je nach Alter, Entwicklungszustand und Jahreszeit ist differenziert zu düngen. Penningsfeld, Weihenstephan, hat das Ernährungsproblem eingehenden Studien unterzogen. Er empfiehlt zur Zeit des neuen Durchtriebes erhöhtes Stickstoffangebot und zum Triebabschluß stärkere Phosphor- und Kali-Betonung.

Das Düngungsschema sieht folgendermaßen aus:

Die Zahlen entsprechen in ihrer Reihenfolge den Anteilen von Stickstoff, Phosphor und Kali.

Innerhalb der Gattungen ist die Aufnahmefähigkeit differenziert. Die Angaben beziehen sich hier auf die gärtnerisch wichtigsten Orchideen. Sie sind jedoch für den Orchideenfreund in gleicher Weise interessant. Nährstoffbedürfnis und Salzverträglichkeit scheinen gekoppelt zu sein, die Reihenfolge vom geringsten bis zu höherem Bedarf lautet etwa: Cymbidium, Phalaenopsis, Dendrobium, Cattleya. Relativ salzempfindlich sind Paphiopedilum; von einer anorganischen Düngung ist abzuraten, selbst organischer Dünger sollte nur in mildester Form gegeben werden.

Bisher wurde nur die Ernährung in flüssiger Form besprochen. Eine Vorratsdüngung durch Zugabe von Nährstoffen in fester Form zu den Pflanzstoffen ist allgemein nicht üblich. In der Literatur sind Hinweise zu finden, daß gute Erfolge durch Horn-, Knochen- oder Blutmehl erzielt wurden, welche in geringen Mengen dem Substrat zugesetzt wurden. Für Orchideen, welche humoses Pflanzmaterial erhalten – wie Cymbidium, Coelogyne, Lycaste u.a. -, bestehen keine Bedenken. Bei denjenigen Gattungen, welche Substrat auf Osmunda-Basis erhalten, ist eine solche Düngung wegen der rascheren Zersetzung des Materials nicht vorteilhaft.

Wie vieles andere in der Orchideenpflege ist die Düngung Ansichtssache.

1 Cattleya Import nach Ankunft; 2 Importpflanze von Cattleya skinneri; 3 Importstücke von Oncidium phymatochilum; 4 Oncidium leucochilum, etabliert; 5 Paphiopedilum callosum-Import nach Ankunft 6 Paphiopedilum callosum, etabliert; 7 Importstück von Hartwegia; 8 Blockkultur kleinwachsender Orchideen

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