DAS VERPFLANZEN – Teil 2

By | Juni 20, 2017

Diese Angaben können in Sonderfällen abgewandelt werden. Vorzeitige schlechte Beschaffenheit des Pflanz-stoffes oder besondere Wuchsfreudigkeit werden u. U. eine Verfrühung nötig machen. Dagegen sollte keineswegs schematisch gehandelt und umgepflanzt werden, wenn es noch nicht erforderlich erscheint. Insgesamt ist bei aller Vorsicht und schonendster Behandlung der Wurzeln das Umpflanzen doch ein harter Eingriff, den man nicht ohne zwingenden Grund vornimmt. Der Zeitpunkt des Umpflanzens ist von inneren und äußeren Bedingungen abhängig und verhältnismäßig eng begrenzt. Er ist bedingt beeinflußbar durch die Umweltbedingungen, soweit sie von uns regulierbar sind. Die günstigste Zeit ist der Beginn der Wachstumsperiode mit einsetzender neuer Wurzel- und Triebbildung. Die Pflanzen überwinden die durch das Umpflanzen verursachte Störung leichter, und der Jahrestrieb wird sich meist normal entwickeln. Im allgemeinen beginnt ab etwa Mitte bis Ende Januar die Bildung neuer Wurzeln. Unter weniger günstigen Bedingungen – oder aber auch artbedingt -kann dies jedoch auch erst wesentlich später der Fall sein. Eine Beeinflussung durch verhältnismäßig niedrige Temperaturen und geringe Feuchtigkeit ist möglich; die dadurch später einsetzende Wurzel- und Triebentwicklung bedingt auch späteres Verpflanzen. Die günstigste Verpflanzzeit, die eine normale Ausbildung des Jahrestriebes gewährleistet, liegt etwa in den Monaten März bis Mai. Für Phalaenopsis galt der August als günstigster Termin; jetzt verpflanzt man nach Bedarf zu jeder Jahreszeit mit Ausnahme der Wintermonate. Paphiopedilum können bereits im Januar-Februar verpflanzt werden, jedoch auch noch im April-Mai.

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