DAS VERPFLANZEN – Teil 3

By | Juni 20, 2017

Odontoglossum crispum und die aus ihr gezüchteten Hybriden sollten im Herbst mit beginnendem Neutrieb verpflanzt werden.

Als traditionelle Regel gilt, daß das Umpflanzen erfolgen soll, wenn bei sympodial wachsenden Orchideen -also etwa bei Cattleya, Laelia, Dendrobium u. a. – der Neutrieb etwa 5 cm lang ist. Neuerdings verpflanzt man jedoch bereits vor der Triebentwicklung. Die unvermeidliche Störung bringt meist eine Wachstumshemmung, welche durch frühes Verpflanzen vermieden werden kann.

Anfängern in der Orchideenpflege – wie oft auch Fortgeschrittenen – bereitet die Technik des Umpflanzens gewisse Schwierigkeiten, meist in der Behandlung der Wurzeln. Ihre Beschädigung ist oft unvermeidlich; z.T. müssen sie gekürzt werden. Das Auslösen aus den Töpfen oder Holzkörbchen kann meist nicht ohne Verwendung des Messers geschehen. Alle anhaftenden Reste alten Pflanzstofles und alter Wurzeln werden ausgeschüttelt bzw. abgeschnitten, ebenso geschrumpfte, überalterte Bulben. Bei Orchideen mit sympodialem Wuchs -Cattleya, Laelia, Dendrobium, Odontoglossum, Oncidium und ähnlichen – beläßt man nicht unter drei und nicht über fünf Bulben an der Pflanze. Die älteren werden als Rückbulben, sofern triebfähige Reserveaugen vorhanden sind, zu neuerlicher Entwicklung gebracht. Man pflanzt sie in kleine Töpfe, um zunächst die Wurzelbildung zu begünstigen. Im Laufe von 2-3 Jahren regenerieren sich diese Rückbulben oder Hinterstücke zu normalen Pflanzen. Es ist eine vegetative Vermehrungsart, durch die ein Pflanzenbestand langsam vergrößert werden kann.

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