Die Fensterbank – Teil 2

By | Juni 13, 2017

Die Pflanzen stehen unmittelbar unter dem Einfluß des Wohnklimas; damit muß die Anzahl geeigneter Arten beschränkt bleiben. Theoretisch ist anzunehmen, daß besonders Orchideen aus Gebieten mit mäßiger Luftfeuchtigkeit zusagende Bedingungen finden. Diese Arten unterliegen jedoch einer ausgedehnteren Ruhezeit bei relativ niedrigen Temperaturen. Solche Ansprüche stehen im Gegensatz zu den Verhältnissen eines bewohnten Zimmers, das im Winter – also in der Ruhezeit der Pflanzen – Durchschnittstemperaturen von +20°C aufweist. Auch wenn die Temperaturen in unmittelbarer Nähe des Fensters etwas niedriger liegen, wäre eine Unterbringung in einem kühleren Raum von etwa + 12°C erforderlich. Die Wärme ist also in diesem Falle der bestimmende Faktor. Bei der üblichen Lüftung eines Raumes durch Öffnen der Fenster sind die Pflanzen vor direkter Zugluft zu schützen. Sie kann verderblich wirken, besonders bei niedrigen Außentemperaturen. Bei der Zimmerkultur von Orchideen können die Gardinen problematisch sein. Die Hausfrau wird sich kaum von ihnen trennen wollen, obwohl sie für die Pflege der Pflanzen hinderlich sind. Auf jeden Fall sind sie als Temperaturbremse zu betrachten, was sich negativ auswirken muß. Allerdings kann auch eine Abschirmung allzu hoher Zimmerwärme zeitweise gewisse Vorteile erbringen, wenn es sich um kühler zu haltende oder in Ruhezeit befindliche Pflanzen handelt.

Eine zusätzliche Belichtung mit Leuchtstoffröhren fördert das Wachstum wesentlich. Sie ermöglicht für viele Orchideen erst das Gedeihen im Zimmer. Die Voraussetzungen für die Installation und Anwendung sind die gleichen wie für Pflanzenfenster und dort eingehend beschrieben.

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