Die Pflanzgefäße – Teil 2

By | Juni 23, 2017

Plastikgefäße in Form der Tontöpfe oder -schalen kommen in stärkerem Umfang zur Verwendung, nachdem sie anfänglich abgelehnt wurden. Die durch Wasserverdunstung in porösen Tontöpfen entstehende Auskühlung mit ihren u.U. auf die Wurzeln ungünstigen Auswirkungen entfällt beim Plastiktopf. Die Wasserhaltung ist selbstverständlich größer; man sollte Fabrikate mit durchbrochenen Wandungen gegenüber solchen ohne Aussparungen bevorzugen oder Gittertöpfe wählen, um eine stärkere Durchlüftung des Pflanzstoffes zu erreichen.

Eine gewisse Bedeutung können Schaumstofftöpfe für die Orchideenkultur erlangen. Ihre große Porosität erbringt gegenüber dem Tontopf erhöhte Temperatur des Topfballens. Die Auskühlung durch Verdunstung an der Außenseite von Tontöpfen entfällt und kann sich nicht nachteilig auf die Wurzeln auswirken. Ein kleiner Nachteil kann das geringe Gewicht des Topfes sein. Besonders wenn noch STYROMULL als Hauptbestandteil des Pflanzstoffes Verwendung findet, neigen größere Pflanzen leicht dazu, umzufallen.

Lattenkörbe haben den Vorzug, daß die Luft allseitig stark auf Pflanzmaterial und Wurzeln einwirken kann. Dies führt natürlich zu relativ raschem Austrocknen, was allerdings nicht negativ zu werten ist. Der PflanzstofF bleibt länger gesund, die Zufuhr von Feuchtigkeit bedarf dagegen erhöhter Aufmerksamkeit. Es kann leicht geschehen, daß der Pflanzstoff äußerlich als zu trocken wirkt, das Innere jedoch noch feucht genug ist. Mit reichlichem Spritzen gleicht man diese Gegensätze aus. Es ist vorteilhaft, in gewissen Zeitabständen den Körben durch Eintauchen in Behälter mit Wasser ausreichende Feuchtigkeit zukommen zu lassen. In sommerlichen Hitzeperioden, die reichliche Lüftung erfordern, können die Körbe innerhalb kurzer Zeit völlig austrocknen, ohne daß sie durch Gießen oder Spritzen wieder genug durchfeuchtet werden.

Aus welchem Holz die Körbe hergestellt werden, ist von minderer Bedeutung. Man wählt möglichst hartes Holz von mindestens zwei Jahren Haltbarkeit. Die Verwendung von Eichenholz ist naheliegend. Doch kann von auf gehängten Eichenkörben abtropfende Gerbsäure für darunter befindliche Pflanzen verderblich werden. Manchmal werden auch die Orchideenwurzeln geschädigt, was unbedingt zu vermeiden ist.

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