Februar – Monatlicher Arbeitskalender

By | Januar 11, 2018

Fall sich der Monat Februar stärker betont winterlich anläßt, werden die allgemeinen Pflegemaßnahmen gegenüber Januar kaum verändert. Jedoch kann eine winterliche Hochdruckwetterlage mit Kälte stärkere Unterschiede in den Temperaturen erbringen. Die Sonneneinstrahlung bewirkt bereits ein Ansteigen der Wärme unter Glas, während u. U. sehr kalte Nächte starke Auskühlung mit sich bringen. Der Regulierung der Heizung, gleichgültig unter welchen Bedingungen Orchideen gepflegt werden, ist größte Aufmerksamkeit nach der einen wie anderen Seite zu widmen. Läßt sich dennoch stärkerer nächtlicher Temperaturrückgang nicht vermeiden, so sind die Feuchtigkeitsgaben darauf abzustimmen, also gering zu halten. Immer noch ist für die direkt im Zimmer gepflegten Pflanzen die kritischste Zeit durch die hohe Lufttrockenheit unseres Wohnklimas. Eine Abschirmung durch Abdeckung mit Folie ist zu erwägen. Zusätzliche Belichtung ist weiterhin angebracht. Sie soll von beginnender Dämmerung bis etwa 22 Uhr gewährt werden; wirksam wird sie jedoch nur dann, wenn die anderen Wachstumsfaktoren in angemessenem Verhältnis stehen. Eine längere Belichtungsdauer ist selbstverständlich erforderlich, wenn das Tageslicht nicht ausreicht, um das Existenzminimum zu sichern. Die Knospenbildung bzw. -Weiterentwicklung wird durch Zusatzlicht wesentlich begünstigt, u. U. überhaupt erst gesichert.

Gegen Mitte bis Ende des Monats steigert sich die Sonnenintensität merklich. An exponierten Stellen ist gegebenenfalls schon leichte Schattierung in den Mittagsstunden erforderlich, besonders für Paphiopedilum und Phalaenopsis.

Cattleya/Laelia: Mit Ausnahme knospiger und blühender Pflanzen ruhen die Arten und Hybriden noch. Durch erhöhte Luftfeuchtigkeit an sonnigen Tagen leitet man gegen Ende des Monats angedeutet die Wachstumsperiode ein.

Cymbidium: Blühende bzw. knospige Pflanzen brauchen normale Feuchtigkeit, die Temperatur ist durch Frischluftzufuhr relativ niedrig zu halten. Vorsicht vor evtl. einfliegenden Hummeln; bei Blütenbesuch lösen sie die Pollinien aus, was dem Verlust der Blüten gleichkommt. Nichtblühende Pflanzen sind weiterhin kühl und mäßig feucht zu halten.

Paphiopedilum: Erforderliches Verpflanzen muß nun durchgeführt werden, soweit nicht Knospenansatz vorhanden ist. Man vermeidet zu hohe Ballenfeuchtigkeit ebenso wie starkes Austrocknen. Die Pflanzen müssen so rechtzeitig gespritzt werden, daß sie bis zum Abend abgetrocknet sind.

Phalaenopsis: Gleichmäßige Feuchte und genügend Licht sind Voraussetzung für die vollständige Entwicklung der vorgebildeten Knospen, die bei längeren Perioden sehr trüben Wetters vergilben und abfallen können.

Dendrobium: Arten der kühlen Sektion stehen weiterhin kühl und relativ trocken, bei D. nobile und ihren Formen und Varietäten kann die Knospenbildung beginnen. Die wärmebedürftigeren Arten und Hybriden verbleiben ebenfalls ruhend bei etwa + 15-18°C und geringer Feuchte.

Odontoglossum, Oncidium und verwandte Gattungen ruhen nach wie vor; Odonto-glossum grande darf man keinesfalls spritzen, nur gelegentlich den Pflanzstoff etwas befeuchten.

Vanda: Für Vanda coerulea, V. tricolor und ähnliche viel Licht, mäßig Wärme, wenig Wasser in der gesamten Ruhezeit. Arten und Hybriden der warmen Sektion, wie V. sanderiana, sind gleichmäßig feucht zu halten und brauchen in den Wintermonaten regelmäßig 2 Stunden Zusatzlicht oder mehr, damit Blüherfolge sicher sind.

1 Odontoglossum grande; 2 Oncidium sarcodes

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