Mai – Monatlicher Arbeitskalender

By | Mai 7, 2018

Mai – Monatlicher Arbeitskalender

Der Idealzustand der Sommermonate beginnt. Fehler sind jetzt viel weniger möglich als in der Ruhe- und Übergangszeit. Heizung ist nur noch für temperiert und warm zu haltende Arten erforderlich. Bei günstiger Außentemperatur kann schon mehr oder weniger gelüftet werden. Die Frischluftzufuhr richtet sich nach dem Temperaturbereich und dem Zustand der Pflanzen, besonders der umgetopften. Nach Mitte des Monats kann man robuste Arten, wie Coelogyne, Bifrenaria, Odontoglossum grande, Stanhopea, Vanda tricolor u.a. an geschützte Stellen im Garten oder auf Balkons überleiten. Auch die Besetzung nichtheizbarer Kleingewächshäuser ist nun möglich. Sie richtet sich nach den örtlichen Bedingungen und der Großwetterlage. Eventuell ist der Platzwechsel schon Ende April/Anfang Mai ratsam, wenn Temperaturstürzen durch Schutzmaßnahmen begegnet werden kann. Die Gewöhnung an die veränderten Lichtverhältnisse muß allmählich erfolgen. Zunächst gibt man reichlicher Schatten, um Verbrennungen der Blätter unter allen Umständen zu verhindern.

Cattleya/Laelia: Bei sonnigem Wetter wird 2-3mal täglich gespritzt. Erwachsene Pflanzen erhalten viel Frischluft. Durch Befeuchten von Wegen und anderen Flächen der Umgebung wird eine günstige Wachstumsatmosphäre erzeugt. Laelia, mindestens die starkwüchsigen, werden etwas härter als Cattleya gehalten, bekommen also mehr Licht und Luft, doch weniger Wärme.

Cymbidium: Sie lieben kühlen Untergrund, viel Frischluft, gleichmäßige Ballenfeuchtigkeit und leichten Schatten. Geschützte Stellen unter Baumschatten sind ein idealer Aufenthalt für die wärmere Jahreszeit. Bei länger anhaltenden Regenperioden ist allerdings Glasschutz empfehlenswert.

Paphiopedilum: Kaum eine andere Orchideengattung stellt so differenzierte Temperaturansprüche. Die drei Temperaturbereiche warm, temperiert und kühl müssen beachtet werden; eine Verallgemeinerung bringt Schäden nach der einen oder anderen Seite. P. insigne kann in der warmen Jahreszeit mit Erfolg im Frühbeetkasten -eventuell in Gemeinschaft mit Coelogyne cristata und Cymbidium gehalten werden. Alle Arten der Gattung brauchen jedoch reichlich Schatten, eine Notwendigkeit, die bis Oktober berücksichtigt werden muß.

Phalaenopsis: Reichlich Schatten sowie hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind Voraussetzung für eine günstige Entwicklung, welche durch regelmäßige Düngung gefördert wird.

Dendrobium: Warme Sektion = D. phalaenopsis, D. superbiens, D. biggibum u.a. sind sehr warm, hell und gleichmäßig feucht zu halten. Die Arten vom asiatischen Festland müssen warm und feucht stehen, brauchen aber viel Luft. Beide Sektionen sind durch Düngung stärkstens zu fördern; Gaben wöchentlich oder vierzehntägig, wie unter Düngung angegeben.

K: tags +16°, nachts +13-16°C,

T: tags +21-27°, nachts +18-21 °C,

W: tags bis +32°, nachts +21-24°C.

Schönwetterperioden bringen eine Steigerung der genannten Werte mit sich.

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