PFLEGEMASSNAHMEN Der Entwicklungsrhythmus – Teil 3

By | Juni 14, 2017

Eine Ausnahme machen Odontoglossum crispum und die daraus gezüchteten Hybriden einschließlich Odontioda. Ihr Neutrieb beginnt im Herbst. Verpflanzt werden sie ebenfalls am günstigsten im Herbst, wenn der Neutrieb etwa 10 cm lang ist. Zum Anwachsen benötigen sie mäßige Feuchte, auch in den Wintermonaten dürfen sie nie völlig trocken werden. Orchideen, welche nach Abschluß des Jahrestriebes die Blätter abwerfen – wie z.B. Calanthe, Catasetum u.a. – bedürfen einer besonders ausgeprägten Ruhezeit. Bei Calanthe setzt diese allerdings erst nach dem Abblühen ein. Sie werden dann völlig trocken und hell gehalten, damit auf jeden Fall eine vorzeitige Triebbildung unterbleibt. Alle Gattungen und Arten von kleinem Wuchs ohne nennenswerte Bildung von Speicherorganen, die oft nur in Form von verdickten Blättern bestehen, dürfen keinesfalls einer starken und langen Trockenperiode unterzogen werden. Man hält sie verhältnismäßig kühl bei Temperaturen um +10 bis +15° und hütet sie durch tägliches Besprühen vor zu starkem Austrocknen. Richtunggebend sei bemerkt, daß die Wedel der sich oft an solchen Stücken ansiedelnden Farne nicht vertrocknen dürfen, sondern lebensfähig bleiben müssen.

Bei Orchideen ohne jegliche Speicherorgane – wie z.B. Phalaenopsis, Paphiopedilum u.a. -verbietet sich eine Trockenzeit auf jeden Fall. Sie ist nur angedeutet durch leicht reduzierte Feuchtigkeit und Temperaturminderung in geringem Umfang. Phalaenopsis sollten niemals stark austrocknen. Durch Wassermangel werden bei ihnen die Blätter leicht welk; ein Zustand, den man auf jeden Fall vermeiden muß.

1 Odontoglossum Royal Sovereign: 2 Cattleya labiata

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