Orchideen Chysis bractescens

By | Mai 29, 2017

Orchideen Chysis bractescens

Wer als Pflanzenfreund durch Mittelamerika reist, sollte es nicht versäumen, die „hängenden Gärten der Chysis“ bewundern! Wir haben es allerdings hier nicht mit einem der sieben Weltwunder tun, sondern mit einer interessanten Orchidee, die sich mit ihrem gesamten Pflanzenkörper – nur durch ein Geflecht von Faserwurzeln an der Unterlage angeheftet – kopfüber von den Ästen ihres Wirtsbaumes herabhängen läßt. Zwar streben die jungen Triebe unserer Chysis (Hängeorchis) wie die der meisten Orchideen ebenfalls dem Lichte entgegen, werden jedoch durch das Übergewicht der langspindelförmigen, fleischigen Bulben bald in abwärts gerichtete Lage gezwungen.

Die schönste der nur wenige Arten umfassenden Gattung ist wohl Chysis bractescens, die man in der Tierra caliente Mexikos, also in der untersten, heißen Klimastufe, bei 600 m Höhe antrifft.

Ihre großen, wohlriechenden Blüten sind elfenbeinfarben mit innen gelber, rotgezeichneter Lippe. Wenn man ihnen gegenübersteht, meint man in geöffnete Raubtierrachen zu schauen. Hervorgerufen wird dieser Eindruck vor allem durch die „Zahnreihe“ des „Unterkiefers“ des aus Säulchen, Mittellappen und aufgerichteten Seitenlappen gebildeten „Mäulchens“; jedoch sind diese 5 Zähne in Wirklichkeit in Vorderansicht getroffene, fleischige Längsleisten.

3 bis 8 dieser dekorativen, bis 8 cm breiten Blüten sind zu einer höchstens 12 cm langen Traube vereint, die zwischen März und April im Flor steht. Die spitz-ovalen, vielrippigen Blätter werden in der Trockenzeit abgeworfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.