Orchideen Cirrhopetalum medusae

By | Mai 20, 2017

Orchideen Cirrhopetalum medusae

Keine Angst, lieber Leser, Sie werden beim Anblick dieses Medusenhauptes nicht versteinern! Handelt es sich doch hier nicht um ein in antiker Zeit gefürchtetes, schlangenhaariges Ungeheuer, sondern um die viel-blütige Infloreszenz einer entzückenden Orchidee.

Wie bei keiner anderen Art dieser Gattung sind die seitlichen Sepalen von Cirrhopetalum medusae über das normale Maß hinaus fadenartig verlängert. Hier ist ferner ein oft im Pflanzenreich geltendes Prinzip verwirklicht, unscheinbare Einzelblüten in Vielzahl zu kopfartigen Aggregationen zusammenzudrängen, so daß beim Bestäubet der Eindruck einer einzigen großen Blume erweckt wird. Dieses eigenartige Cirrhopetalum erfreut sich nicht nur in seiner javanischen Heimat als Zierpflanze großer Beliebtheit, es ist auch ein Edelstein in den Sammlungen europäischer, amerikanischer und australischer Orchideenliebhaber. Übrigens sind alle Cirrhopetalum-Und Bulbophyllum-Arten wegen des Zwergwuchses und ihrer interessanten Blütentracht gern gesehene Vertreter botanischer Kollektionen.

Da zwischen Bulbophyllum und Cirrhopetalum enge verwandtschaftliche Beziehungen vorliegen, werden die beiden Genera – unter Einschluß von Megaclinium – auch oft einer Gattung vereint, wobei der im fahre 1824 zuerst durch den Franzosen Thouars gegebene Name Bulbophyllum als gültig anzusehen ist.

Das Verbreitungsgebiet der Cirrhopetalum- Verwandtschaft erstreckt sich von Ostafrika über das tropische Asien bis nach Tahiti. Die Gattung Bulbophyllum hingegen – mit ihren 1000 bis 1500 Spezies eine der artenreichsten Pflanzengattungen überhaupt – ist in den tropischen Regionen aller Kontinente, vorwiegend jedoch in der Alten Welt, vertreten.

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