Orchideen Dactylorhiza majalis

By | Mai 18, 2017

Orchideen Dactylorhiza majalis

Farbe, Form und Geruch der Orchideenblüte stehen im Dienst der Bestäubung, der Erhaltung der Art. Die Übertragung des Pollens erfolgt bei den Orchideen in der Regel durch Insekten, bei einigen Gattungen jedoch durch Vögel. Manche Sippen sind Selbst-bestäuber.

Es ist das Verdienst des Engländers Arthur Dobbs (1750) sowie der deutschen Botaniker Joseph Gottlieb Koelreuter (1761) und Christian Konrad Sprengel (1793), erstmalig auf die Wechselbeziehung von Blüte und Insekt im Zusammenhang mit der Bestäubung hingewiesen zu haben.

Von den mannigfachen und oft sehr komplizierten Bestäubungsmechanismen bei den Orchideen soll hier nur der unserer heimischen Knabenkräuter und Kuckucksblumen (Orchis, Dactylorhiza) vereinfacht dargestellt werden.

Das angelockte Insekt – beim Knabenkraut sind es meist Bienen und Fliegen – läßt sich zunächst auf der Lippe, dem „Landeplatz“ der Blüte, nieder. Auf der Suche nach Nahrung senkt der Blütengast seinen Rüssel in den Sporn. Dabei berührt der Kopf des Tieres den Staubbeutel, der sich oberhalb des Sporneingangs befindet (in der nebenstehenden Abbildung sichtbar). Der Blütenstaub jedes der beiden Staubbeutelfächer ist zu länglichen Klümpchen (Pollinien) verklebt und durch ein Stielchen mit jeweils einer Klebscheibe verbunden. Der Kopf der Biene oder Fliege stößt also – genau betrachtet – an die beiden Klebscheiben, die so fest an ihm haften bleiben, daß das Insekt beim Verlassen der Blüte die beiden Pollen-Paketchen aus ihren Fächern zieht. Beim Besuch der nächsten Blüte werden nun die nach vorn gekippten Pollinien – Hörnchen zwangsläufig auf der Narbenfläche abgestreift.

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