Orchideen Dendrobium fimbriatum

By | Juni 1, 2017

Orchideen Dendrobium fimbriatum

Wie schon ihr Gattungsname verrät, sind die Dendrobien Baumbesiedler (griech. dendron, Baum; bioein, leben). Doch keine Regel ohne Ausnahme: es gibt unter ihnen auch Felsbewohner, z.B. das australische D. speciosum, und terrestrische Formen. Am auffälligsten unter den Erd-Dendrobien sind einige Arten der Sektion Macro-cladium (z.B. D. macrochilus) mit ihren bis 2,5 m hohen, verholzten Stämmen. Ihr schilfähnliches Aussehen hat ihnen auf Neukale-donien den recht bezeichnenden Namen „Orchidees a canne“ eingetragen. Aber nicht nur in Größe und Habitus erinnern gewisse Dendrobium-Arten an Sobralia macrantha, sondern man kennt auch eine ganze Anzahl unter ihnen (Sekt. Diplocaulobium, Sekt. Euphlebium), deren Blüten ebenso wie bei der mexikanisch-guatemaltekischen Verwandten nur einen Tag am Leben bleiben.

Das 1820 von Nathaniel Wallich in Nepal entdeckte und drei Jahre später von Joseph Dalton Hooker beschriebene, recht anmutige D.fimbriatum bringt aber leider auch keine sehr haltbaren Blüten hervor.

Als Liebhaberorchideen sind wohl jene Dendrobium-Arten vorzuziehen, die längere Zeit mit ihren Blüten Freude bereiten, wie z.B. D.phalaenopsis, D.kingianum und D.noWile. Diese Arten repräsentieren unter den Dendrobien drei Gruppen mit unterschiedlichen Kulturansprüchen, Haben wir in D.phalaenopsis eine Warmhauspflanze und in dem in Neuseeland verbreiteten D. kingianum ein-Gewächs des Kalthauses vor uns, so muß D. nobile entsprechend seinem vom Monsunklima geprägten rhythmischen Verhalten während der winterlichen Vegetationsruhe, also im blattlosen Zustand, kühler und trockner gehalten werden. Übrigens gehört D.phalaenopsis zu den wenigen Schnittblumen der Gattung.

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