Orchideen Laelia Crispa

By | Mai 16, 2017

Orchideen Laelia Crispa

Hier im Bild sehen wir nur eine, in Wirklichkeit sind es aber 4 bis 7 dieser bis 12 cm breiten, prunkvollen Blüten, die an dickem Schaft neben einem kräftigen, ledrigen Einzelblatt den relativ langen Bulben entsteigen. Trotz gleicher Färbung kann man Sepalen und Petalen voneinander unterscheiden; letztere sind etwas breiter und am Rande leicht gewellt; am intensivsten tritt die Kräuselung jedoch bei der Lippe zutage, wo sie ein parier, weißer Randstreifen deutlich nachzeichnet (lat. crispa, kraus). In reizvollem Gegensatz hebt sich das Labellum von den hellen Blumenblättern ab; seine dunkelpurpurne Grundfarbe setzt sich in feinen Streifen bis in den gelben Schlund hinein fort.

Die große Ähnlichkeit der Laelien- und Cattleyenblüten hat sogar den berühmten Orchidologen J. Lindley irritiert, der Laelia crispa, die Stammform unserer Hybride, als Cattleya crispa beschrieb.

Diese Verwechslung ist aber durchaus verzeihlich, da sich der Unterschied zwischen beiden Gattungen nur auf Feinheiten im Staubblattbau beschränkt.

Die enge Verwandtschaft von Laelia und Cattleya findet sich auch in ihrer leichten Kreuzbarkeit bestätigt. Neben künstlich erzeugten Laeliocattleyen existiert auch eine ganze Anzahl von Naturhybriden, z.B. Laeliocattleya amanda = Laelia lobatax Cattleya inter-media.

Über das natürliche Vorkommen von Laelia crispa berichtet J. Schütze: „Sie wächst in den Baumkronen unter voller Einwirkung von Luft und Sonne, oft gar auf Felsen in den Bergen von Rio de Janeiro und Minas Gerais in Höhen von 800 bis 1200 m bis zum 20. Grad südlicher Breite.“

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