Orchideen Lycaste deppei

By | Juni 6, 2017

Orchideen Lycaste deppei

Wir können John Lindley, der so viele Orchideengattungen und -arten aus der Taufe hob, wohl verstehen, daß die Anmut und Vollendung der Blüten ihn immer wieder inspirierte, sie nach antiken Frauenschönheiten zu benennen oder doch zumindest einen der wohlklingenden griechischen oder römischen Frauennamen für sie auszuwählen.

So leitet sich das Genus Paphinia von Paphia, einem Beinamen der Venus her; den Gattungen Laelia und Promenaea liegt ein römischer bzw. griechischer Mädchenname zugrunde. Die Gemahlin des Menelaos und die Gattin des Perikies ließ Lindley im Namen der Sippen Lacaena (Lakaina, Beiname der Helena) und Aspasia fortleben. Unsere Gattung dagegen wurde nach einer der 50 Töchter des trojanischen Königs Priamos, der schönen Lykaste, benannt.

Mit einer reizvollen Farbkomposition stellt sich uns die Blüte von Lycaste deppei vor. Dicht rötlich gesprenkelt auf blaßgrünem Grund sind die abgespreizten, spitzen Sepalen. Gleich einer heraushängenden Zunge schaut unter den nach vorn geneigten, elfenbeinweißen seitlichen Petalen der gelbe, rotgefleckte Mittellappen des Labellums hervor. Die auf gerichteten Seitenlappen der Lippe sind ebenfalls rot getüpfelt. An dem etwa 15 cm langen Schaft findet man stets nur eine dieser 8 bis 10 cm breiten Blüten.

Lycaste deppei ist eine Zierde der orchideenreichen Bergwälder Mexikos in der Tierra templada zwischen 1000 und 1200 m ü.M.

Sie wurde von dem Sammler Ferdinand Deppe in der Umgebung von Jalapa entdeckt.

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