Orchideen Mormolyce ringens

By | Mai 22, 2017

Orchideen Mormolyce ringens

Absonderlich ist dieses Blütengebilde, seltsam ist auch der Name dieser Orchidee: mormolyke (griech.) bedeutet soviel wie Spukgestalt, Kinderschreck; ringens (lat.) heißt rachenförmig (vgl. dazu auch ringor – den Mund weit aufsperren, die Zähne fletschen). Tatsächlich haben wir hier weniger etwas Gefälliges oder gar Liebliches vor uns, auch nicht einen jener strahlenden Blütensterne, wie sie beispielsweise das madagassische Angraecum sesquipedale darbietet – gewiß aber eine Orchidee, die mit ihren stark in Längsrichtung orientierten Blumenblättern eine interessante Note besitzt.

Dem stark abwärts weisenden Sepalenpaar stehen die steil aufwärts strebenden seitlichen Petalen gegenüber, die in ihrer Lage fast mit dem mittleren Sepalum übereinstimmen. Alle Blütenblätter, mit Ausnahme der Lippe, tragen auf gelblichem Grund rotbraune Streifen. Über dem mit kleinen, spitzen Seitenlappen versehenen Labellum wölbt sich in leichtem Bogen das grüne Säulchen.

Recht einsam und verloren thront diese kleine, nur 3,5 cm in der Längsausdehnung messende Blüte auf ihrem annähernd 9 mal so langen Schaft. Eine Länge von etwa 30 cm können die schmalen, ledrigen Blätter erreichen, die einzeln den leicht zusammengedrückten, etwa 5 cm hohen Bulben aufsitzen.

Die in Mexiko und Guatemala epiphytisch wachsende Mormolyce ringens gehört einer nur drei Arten umfassenden Gattung an.

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