Orchideen Oncidium lanceanum

By | Mai 23, 2017

Orchideen Oncidium lanceanum

Schauen wir nicht hier bei Oncidium lanceanum wieder einer hocheleganten Orchidee ins Antlitz. Braun-getüpfelte Blütenblätter und ein prächtig gefärbtes, geigenförmiges Labellum sind seine Wesenszüge.

Wenn wir uns aber noch weiter in die Physiognomie dieser Blüte vertiefen, entdecken wir über den basalen Seitenlappen der Lippe zwei das Säulchen flankierende öhrchenartige Verbreiterungen, die sogenannten Säulenflügel. Des weiteren fällt uns auf, daß das Labellum von einem höckerartigen Gebilde geziert wird, einem Merkmal, das allen Angehörigen der Gattung eigen ist. Dieses Charakteristikum hat J. Lindley 1836 dazu veranlaßt, unserer Gattung den Namen Oncidium zu verleihen (griech. onkos, Höcker, Wulst). Die bei den einzelnen Arten jeweils etwas unterschiedliche Ausbildung von Höcker, Säulenflügel und Lippe wird zur Abgrenzung der einzelnen Sippen verwendet.

6 bis 20 dieser nach Nelken duftenden, bis 7 cm im Querschnitt messenden Blüten sind am Aufbau der Infloreszenz von O. lanceanum beteiligt. Die getüpfelten, ledrig-sukkulenten Blätter erreichen nicht ganz die Länge des bis 50 cm hohen Blütenstandsschaftes.

Unsere häufig kultivierte Orchidee entstammt den Regenwaldgebieten Guayanas und des äquatorialen Brasiliens. Ein brasilianischer Orchideenfreund spürte vor einiger Zeit diese recht seltene Art im Gebiet des Rio Negro, am Manacapuru-See auf und berichtet darüber: „Tage vergehen, bis wir endlich auf Oncidium lanceanum stoßen, es wuchs nicht am See, sondern an Bächen mit fließendem Wasser, die sich in den See ergießen, und zwar tief im Walde auf sehr hohen Bäumen.“

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