Orchideen Oncidium splendidum

By | Mai 26, 2017

Orchideen Oncidium splendidum

Orchideen neben Kakteen gibt es nicht nur im Blumenladen, sondern auch in der freien Wildbahn, am natürlichen Standort. So lebt z.B. unser Oncidium splendidum in seiner hondurenischen Heimat inmitten einer ausgesprochen stachligen Gesellschaft,

Zwischen Warten- und Säulenkakteen, Agaven und Aechmeen. Abweichend von der Gattungsnorm, kommt diese Art hier nicht auf Bäumen vor, sondern besiedelt meist stark geneigte Felsgeröllhalden im Flußgebiet des Choluteca.

O. splendidum verfügt nun in Anpassung an die harten Lebensbedingungen am Wuchsort über ähnlich raffinierte Einrichtungen zur Transpirationsminderung wie seine kratzborstigen Nachbarn, die Kakteen: dicke Kutikula, Speichergewebe (in Blatt und Bulbe), diurnalen Säurerhythmus.

Die bis 30 cm langen, steifen Blätter werden am Ende des Jahres von robusten Infloreszenzen überragt, die sich bald mit 9 bis 20 relativ großen, nach Veilchen duftenden Blüten schmücken. Da die Hondurener in den braungefleckten, strahligen Blütenblättern die Sonne, in dem mächtigen, gelben Labellum dagegen das Nachtgestirn verkörpert sehen, gaben sie dieser so auffälligen Pflanze auch den klangvollen und treffenden Namen „Sol y Luna“.

Es ist verständlich, daß diese luxuriöse Art – zumal sich ihre Blüten verhältnismäßig lange halten – zu einer beliebten Schnittorchidee geworden ist.

Neben unserem in Honduras und Guatemala beheimateten O. splendidum sind für Schnittzwecke u.a. noch folgende Arten geeignet:

O. bicallosum, O.crispum, O.divaricatum, O.flexuosum, O.for-besii, O.incurvum, O. leucochilum, O.pulvinatum, O.varicosum.

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