Orchideen Paphiopedilum x maudiae

By | Mai 16, 2017

Orchideen Paphiopedilum x maudia

Die Familie der Orchidaceen hat eine Reihe gärtnerisch bedeutsamer Gattungen hervorgebracht, unter denen die Venusschuh – Verwandtschaft einen bevorzugten Platz einnimmt. So werden einige Arten als wertvolle Schnittblumen geschätzt, weil sich ihre gefälligen und interessanten Blüten in der Vase verhältnismäßig lange frisch halten. In den Blumengeschäften werden aber nicht nur wildwachsende Arten (vor allem P. barbatum, P. callosum,

P. curtisii sowie die Winterblüher P. spicerianum und P. insigne mit seinen Varietäten), sondern auch zahlreiche prächtige Hybriden Zum Kauf angeboten. Die Zahl der Kreuzungen betrug bereits 1902, im Erscheinungsjahr der Paphiopedilum-Monographie Pfitzers, mehr als das Fünffache der bis dahin beschriebenen 47 Spezies und hat sich in den folgenden Jahrzehnten noch wesentlich erhöht.

Unser Paphiopedilum maudiae ist keine wildwachsende Art, sondern das Ergebnis einer künstlichen Kreuzung aus dem Jahre 1900, für die man als Elternpflanzen P. callosum var. sanderae und P. lawrenceanum var. hyeanum wählte. Der sich als Schnittblume großer Beliebtheit erfreuende Venusschuh-Bastard wurde wegen seiner hohen Qualität nun auch seinerseits als züchterisches Ausgangsmaterial verwendet.

Ziel und Zweck einer von Menschenhand vorgenommenen Hybridisation bestehen darin, gewünschte Eigenschaften der Elternsippen in der Nachkommenschaft zu kombinieren. Die Durchführung von Kreuzungen erfordert vom Züchter Geduld und Ausdauer, gärtnerisches Fachwissen und reiche Erfahrung.

Das von der jeweiligen Geschmacksrichtung bestimmte Zuchtziel ist bei Paphiopedilum gegenwärtig auf langstielige, blühwillige Formen und große, nahezu kreisrunde Blüten mit sauberen Farben gerichtet.

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