Orchideen Phalaenopsis amabilis

By | Mai 23, 2017

Orchideen Phalaenopsis amabilis

Weiche Orchidee könnte als Brautstrauß geeigneter sein als Phalaenopsis amabilis oder Ph.schilleriana ?

Ihre weißen bzw. hellrosenroten, wohlgeformten großen Blüten an langem, elegant überhängendem Schafte entsprechen der hohen Würde des Hochzeitstages. Diese schmetterlingshaften Blumenwesen (griech. phalaina, Nachtfalter; opsis, Aussehen) sind aber nicht nur außerordentlich dekorativ, sie besitzen in ihren eigenartig gestalteten Lippen auch eine interessante Note. Das Labellum offenbart sich hier als ein dreigliedriges Gebilde, bei dem die beiden Seitenlappen aufwärts gewölbt sind und dadurch den rotpunktierten, sattelförmigen Schwielenkörper umhüllen, der flächige Vorderlappen jedoch in zwei Antennen ausläuft. Ein weiterer Vorzug unserer Arten besteht in der relativ langen Haltbarkeit ihrer Blüten, einer Eigenschaft, die Ph. amabilis in ihrer malaiischen Heimat auch den Namen „angrek bulan“, „Mond-Orchidee“ (Monats-Orchidee), eingetragen hat.

Die oft erheblich langen Infloreszenzachsen (Ph. amabilis etwa 40 bis 70 cm, Ph.schilleriana bis 150 cm) entspringen einem extrem kurzen bulbenlosen Stämmchen, dem zwar nur wenige, dafür aber großflächige Blätter ansitzen.

Den Wert dieser Brautstrauß orchidee wird man erst richtig za schätzen wissen, wenn man erfährt, daß die Phalaenopsis-Alten von der Aussaat bis zur Blüte 4 bis 5 Jahre benötigen; bei Laelia und Cattleya sind es 5 bis 8, bei Vanda sogar 15 Jahre.

Ph. amabilis bewohnt die humiden Wälder der Sundainseln und wird darüber hinaus auch auf den Philippinen angetroffen; Ph.schilleriana hingegen ist nur auf letzteren heimisch. Von hier wird berichtet, daß sich Ph.schilleriana von über 3000 auf den Philippinen vorkommenden Gehölzarten weitgehend nur den Balobo-Baum (Diplodiscus paniculatus; Tiliaceae, Lindengewächse) als Wirt auserkoren hat. Eine solche Bindung von Orchideen an spezielle Wirtspflanzen konnte auch auf Madagaskar zwischen Cymbidiella rhodochila und einem Hirschgeweihfarn sowie zwischen C. humblotii und der Raphia-Palme nachgewiesen werden.

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