Orchideen Sophronitis Cernua

By | Mai 16, 2017

Orchideen Sophronitis Cernua

Das Riesenheer von 20000 Orchideen-Arten hat sich im Verlauf der jüngeren Erdgeschichte nahezu das gesamte Festland unseres Planeten erobert. Seinem Vordringen wurde jedoch durch die lebensfeindlichen Bedingungen in tropisch-subtropischen Wüsten und arktisch-antarktischen Gebieten Einhalt geboten. Im Norden sind die äußersten Vorposten (Lena-Mündung, 72° n.Br.) von Korallenwurz (Corallorhiza trifida) und Grüner Hohlzunge (Coeloglossum viride) besetzt; die Vorhut nach Süden bilden in Feuerland (550 s. Br.) einige Chloraea-Arten sowie die Gattung Codonorchis (C. lessoni) und auf den Campbell-Inseln (52° s. Br.) Chiloglottis cornuta, Corysanthes rotundifolia sowie C. macrantha.

Von dieser äußersten Frontlinie aus nimmt über die gemäßigten und suptropischen Breiten bis hin zu den Tropen die Arten- (z.B. in Neuguinea 2500) und Gattungs zahl erheblich zu. So sollen 85% aller Orchideen-Spezies in tropischen und subtropischen Klimaten verbreitet sein. Da die Kontinente im äquatorialen und südhemisphärischen Bereich in erdgeschichtlich wesentlich früherer Zeit als die der Nordhalbkugel auseinandergedriftet sind (Kontinentalverschiebungstheorie nach A. Wegener), haben sich diese Gebiete floristisch bedeutend eigenständiger entwickelt.

Während für die Neotropis z.B. die Gattungen Oncidium, Odonto-glossum, Epidendrum, Pleurothallis, Cattleya, Laelia und Sophronitis spezifisch sind, weist das orchideenreiche tropische Südostasien als Eigenheiten die Genera Dendro-bium, Paphiopedilum und Coelogyne auf, Afrika einschließlich Madagaskar dagegen Ansellia, Angraecum und Bulbophyllum Sekt. Megaclinium.

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